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Reisetagebuch - Heimreise

Am Abreisetag freuen wir uns alle über den Erfolg der Hilfslieferung - jetzt heisst es nur noch, wieder nach Hause kommen.

Heimreise

 

Montag, 04.06.2001

 

Rumänien Flagge
Rumänien

Abreisetag!

Siegfried braucht 2 ½ Stunden um die Abreisepapiere vom Bürgermeister zu holen, um letzte Gespräche mit dem Stadtangestellten (Experte für Hilfstransporte) zu führen und sich im Kindergarten zu verabschieden. Um 12.45 Uhr starten wir in Avrig. Siegfried möchte in Sibiu noch Wein kaufen. Chippi und Georgi sind auch an Bord. Die beiden wollen ihn zum Weinladen lotsen. Die Suche nach dem Geschäft gestaltet sich schwierig, Siegfried verschiebt den Weinkauf auf das nächste Jahr. Chippi und Georgi steigen aus. Wir verabschieden uns.

Die Abreise beginnt endgültig. Es regnet und stürmt. Die Carpaten stehen an - Katastrophe!? Wir fahren langsam. Wieder große Schlaglöcher, Baustellen, kaputte Straßen- wirklich schlimm! Aber - wir haben diesmal das Tageslicht. Siegfried fährt äußerst konzentriert, LKW und Anhänger poltern, ich bin immer noch schlecht drauf, zum ersten Mal während der Tour. Nach ca. der halben Wegstrecken durch das Gebirge wird die Straße besser. Der Regen lässt nach, die Sonne kommt durch - aber es stürmt. Die Fahrt verläuft gut, Siegfried hat sich wieder " eingefahren" und ... meine gute Laue ist wieder da!


 

Ungarn Flagge
Ungarn

Nach 7 ½ Stunden Fahrt sind wir wieder am rumänischen Zoll! Wir werden gründlich durchsucht. Die Zöllner benehmen sich unmöglich. Siegfried legt Schwüre ab, Unsicherheit bei mir, dann sind wir plötzlich abgefertigt. Der ungarische Zoll wiederholt das ganze und bemängelt zusätzlich den gefüllten Reservekanister. Wieder höre das Gepolter des Zöllners auf der Ladefläche. Siegfried hält gedämpft mit Worten dagegen. Endlich fertig! Wir dürfen in Ungarn einreisen. Uns fällt auf, dass die Beleuchtung des Anhängers nicht in Ordnung ist. Zwischendrin Polizeikontrolle, der Hinweis auf die Beleuchtungspflicht der Fahrzeuge, aber keine Rüge wegen des Anhängers. Glück gehabt!!

In der nächsten Tankstelle sucht Siegfried eine Ersatzbirne für den Anhänger, repariert die defekten Kabel, weiter geht´s. Endlich gegen 23.30 Uhr ist unsere " Schlafstätte Ungarn" in Sicht. Essen und Schlafen!

 

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Dienstag, 05.06.2001

 

 

 

Um 10.00 Uhr Abfahrt vom Hotel. Wir sind ausgeschlafen. Der LKW wird startklar gemacht, weiter geht´s. Wir beschließen, die Autobahnvignette zu sparen und fahren über Landstraßen durch Ungarn. Hier sieht vieles noch schöner aus, als das, was ich bisher von Ungarn gesehen habe. Wir verfahren uns drei mal, die Ausschilderung in den Kreisverkehren ist schlecht.

 
Österreich Flagge
Österreich

In Budapest entschieden wir uns, auf der Autobahn weiter zu fahren. Wir kaufen eine Vignette, auf nach Gjör. Um 16.30.Uhr sind wir an der ungarisch-östereichischen Grenze. Vor uns ein km-langer Stau von LKWs. Siegfried macht sich auf die Suche nach Möglichkeiten schnell durchzufahren. Unser Schild "Humanitäre Hilfe" hilft uns. Einige LKW-Fahrer lassen uns vorfahren. Um 18.30 Uhr sind wir ohne Kontrolle durch beide Zollämter. Wir atmen durch. Das Gefühl von Freiheit kommt auf.

 

 

Deutschland-Flagge
Deutschland

Im Schweinsgalopp fahren wir durch Österreich. Gegen 23.00 Uhr erreichen wir die österreichisch-deutsche Grenze. Die langersehnte Schlafpause scheint in greifbarer Nähe. Wir nehmen Kurs auf den ersten Rastplatz. Vollbelegt! Weiterfahren, das geht 5, 6 mal so. Siegfried fallen die Augen zu, wir sind immer noch auf der Autobahn. Ich rede und rede, Siegfried ist müde. Er wird ganz klein in seiner Fahrerecke, die Park- und Rastplätze sind alle voll belegt. Wir nehmen eine Ausfahrt, stellen das Auto an der Straßenseite ab, Siegfried schläft sofort. Ich sitze 2 Stunden daneben, kann nicht schlafen.

 

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Mittwoch, 06.06.2001      
Bremervörder Ortschild   Gegen 4.00 Uhr fahren wir weiter. Ich bin müde, mir klappen die Augen zu. Schlafen mag ich nicht, ich finde es unfair, dem Fahrer gegenüber. Nach 3 Stunden Fahrt fahren wir auf einen Rastplatz und finden freie Plätze. Klasse!! Wir beschließen, in unseren Schlafsäcken auf der Ladefläche zu schlafen. Endlich, lang liegen und schlafen.

Um 10.00 Uhr klingelt der Wecker. Das Frühstück wird hergerichtet mit frisch gebrühtem Kaffee (Gaskocher), Käse aus der Raststätte, Brot - immer noch aus Gnarrenburg - und Ungarn, Margarine und Marmelade aus Bremervörde, Ungarn und Rumänien, Tomaten und Salat aus Rumänien. Es schmeckt uns herrlich!

Gegen 11.00 Uhr starten wir für den letzten Teil der Fahrt. Bis Northeim verläuft alles reibungslos, plötzlich Stau. Wir nehmen die Ausfahrt Bockenem, kurven einige Zeit durch die Berge, fahren wieder auf die Autobahn. Wir sind guter Dinge, dann bei Hannover wieder Stau. Unsere Stimmung bleibt gut, wir werden uns diese Rumänien-Tour nicht durch deutsche Staus vermiesen lassen.

Im Gegenteil ... wir haben Zeit, um über die vor uns liegenden Aufgaben zu sprechen. Wie lassen die Ereignisse Revue passieren, schmieden Pläne, viele Fragen bleiben offen, aber wir sind uns beide einig, dass wir weiter für unsere Rumänienhilfe arbeiten. Wir sind dankbar und zufrieden.

Gegen 20.00 Uhr hält unser Auto in Bremervörde in der Marienstraße. Wir sind gesund und heil wieder zu Hause.
 
 

 

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